Spotify-User können künftig ihre Lieblingspodcasts nicht nur hören, sondern auch sehen. Befand sich dieses Vorhaben zuletzt noch in einer Testphase, macht Spotify seit Anfang letzter Woche ernst. Der Musikstreamingdienst integriert ab sofort ausgewählte Video-Podcasts auf der eigenen Plattform und könnte damit auf lange Sicht YouTube Konkurrenz machen.

Für den Moment konzentriert sich dieses neue Feature auf einige ausgewählte Podcastformate – u.a. Book of Basketball 2.0, Fantasy Footballers, The Misfits Podcast, H3 Podcast, The Morning Toast, Higher Learning with Van Lathan & Rachel Lindsay and The Rooster Teeth Podcast. Allerdings kann dieses ab sofort von allen Usern – ganz gleich ob Freemium- oder Premium-Abonnement – über ein Endgerät ihrer Wahl abgerufen werden. Ein kleiner aber feiner Unterschied zu YouTube, der vermutlich viele User freuen wird: Audioinhalte werden weiterhin im Hintergrund abgespielt, wenn Kunden*innen andere Apps verwenden oder ihr Telefon sperren. Beim Videostreamingdienst ist diese Funktion nur Bezahlkunden*innen vorbehalten.

Von Seiten Spotify heißt es außerdem, dass die Einführung von Video-Podcasts keineswegs Audio-Podcasts ersetzen, sondern ergänzen sollen. Das sind nicht nur gute Nachrichten für User, sondern vor allem für Creator. Immerhin gibt es bereits einige Podcasts, die auch eine Video-Variante produzieren, diese bisher aber nicht bei Spotify veröffentlichen können und auf YouTube ausweichen müssen.

Mit dem Rollout von Video-Podcasts könnte Spotify für YouTube langfristig eine echte Konkurrenz bedeuten. Nicht nur, dass Spotify sowohl seinen Usern als auch Creatorn mit dem vermehrten Einsatz von Bewegtbild ein attraktiveres Angebot bietet. Der Musikstreamingdienst schafft darüber hinaus ebenso einen weiteren Werbekanal für Ad-Platzierungen.