Filming worship for livestream at Bethel Church in Austin, TX.
Photo by Jesus Loves Austin / Unsplash

Aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie und fehlenden Einnahmen aus dem Konzertgeschäft sind Livestreams für Künstler*innen normal geworden. Livestreams mit Bezahlschranke konzentrierten sich bis dato auf wenige Drittanbieter wie Single Music oder Veeps. Auf den großen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube und Twitch fand man hingegen vor allem frei zugängliche Livestreams. Nicht selten bewarben Künstler*innen im Zuge dieser Live-Schalten eine Charity-Aktion, riefen zu Spenden auf oder baten um Merch-Käufe.


Es wurde vor Monaten bereits angekündigt, nun ändert mit Facebook einer der ersten großen Social-Media-Player seine Policy. Dort gibt es jetzt die Option, Gebühren für den Zugriff auf Livestreams zu erheben. "Today we’re launching the ability for businesses, creators, educators and media publishers to earn money from online events on Facebook. Now Page owners can create an online event, set a price, promote the event, collect payment and host the event, all in one place.", kommentiert Facebook den Schritt auf seinem News-Blog.


Die Funktion wird in derzeit 20 Ländern ausgerollt, darunter die USA, England, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, Indien und Deutschland. Alle Seitenbetreiber, die die Monetarisierungsrichtlinien für Partner erfüllen, können das Feature jetzt nutzen. Laut Facebook würde die Plattform bis auf Weiteres – mindestens aber bis ins nächste Jahr – auf eine Provision verzichten. Somit gehen 100 % der Einnahmen aus einem Paid Livestream an die Seitenbetreiber*innen.